Was heißt Finished Head?

Mit dem Terminus "finished head", was in der deutschen Übersetzung so viel wie" beendeter Kopf" heißt, wird eine Methode der abschließenden Herstellung des sogenannten Kopfes einer Zigarre bezeichnet. Das Besondere an dieser Herstellung ist, dass der Zigarrenkopf mittels des eigenen Deckblatts gefertigt wird. Das Zugende des Deckblatts wird hierbei im Verhältnis zu den anderen Methoden nicht abgeschnitten.
 

Der Vorgang im Einzelnen

Um den Unterschied zu den anderen Formen der abschließenden Herstellung des Zigarrenkopfes zu verstehen, ist kurz auf die generelle Fertigung von Zigarren einzugehen. Regelmäßig ist es so, dass Zigarren fachmännisch gerollt werden, indem als erstes die Blätter der Einlage sortiert und im nächsten Schritt mit dem sogenannten Umblatt gerollt werden. Der Fachmann spricht hier von einer Formung der" Puppe" oder der "Bonche".
 
Diese sogenannte "Puppe" muss dann in das Deckblatt gewickelt werden. Hierbei ist es wesentlich, dass dieses Deckblatt ausreichend gedehnt wird, damit die zum Schluss fertiggestellte Zigarre an ihren Seiten keine hässlichen Unebenheiten aufweist. Bedingt durch diesen Vorgang kommt es zu einem überstehenden Deckblatt; dieses wird dann im Regelfall abgeschnitten, um im Anschluss daran den Kopf der Zigarre mit dem restlichen kleineren Deckblatt zu formen. Genau an dieser Stelle besteht der Unterschied, wenn eine Zigarre mit einem Finished Head geformt wird.
 
Denn hier wird das über den Zigarrenrand stehende Deckblatt gerade nicht abgeschnitten. Es wird nämlich im Gegensatz hierzu lediglich ovalförmig zugeschnitten. Nachdem dann das überstehende Deckblatt ovalförmig zurechtgeschnitten worden ist, werden noch weitere feine einzelne Schnitte gesetzt. Im letzten Arbeitsschritt wird dann durch den so vorbereiteten überstehenden Teil des Deckblatts der abschließende Kopf der Zigarre geformt.
 

Der feine Unterschied

Der feine Unterschied zwischen diesen beiden Herstellungsarten ist also der, dass bei der Herstellungsart des Finished Head der Zigarrenkopf mit dem eigenen nicht abgeschnittenen Deckblatt geformt wird. Diese Vorgehensweise steht im Gegensatz zu der, dass der Zigarrenkopf mit einer separaten Kappe versehen wird. Den Zigarrenkopf mit einer separaten Kappe zu versehen, stellt die häufigste Art der Herstellung von Zigarrenköpfen dar.
 
Daneben gibt es beispielsweise noch den Brauch, den Zigarrenkopf zum Abschluss hin sogar mit drei separaten Kappen zu versehen, wie es in Kuba häufig praktiziert wird. Die Herstellungsart des "Finished Head" hingegen ist nicht ganz so verbreitet, findet aber bei manch guter Zigarre auch Anwendung wie zum Beispiel bei der Cumpay No. 15, der Dalay Firecracker oder auch der Flor de Selva No. 15.