Was heißt degasieren?

Degasieren bezeichnet das kontrollierte Abbrennen von Gasen am Zigarrenende. Das Degasieren lässt bittere Gase aus der Zigarre entweichen und trägt somit zu einem milderen Geschmack bei. Wer seine Zigarren langsam und bedächtig raucht, braucht normalerweise nicht zu degasieren, da die Bitterstoffe, die die Zigarre bissig schmecken lassen,  meist erst entstehen, wenn zu stark und zu viel gepafft wird.

So degasiert man:

Soll doch einmal degasiert werden, sollte man wie folgt vorgehen: Zunächst wird der Kopf der Zigarre von der Asche befreit. Die Feuerquelle wird dann unter das Kopfende der Zigarre gehalten. Wichtig ist, dass möglichst wenig Widerstand das Zugverhalten der Zigarre stört. Die Zigarre wird leicht erwärmt. Mit sanften Zügen entfacht man die Glut, um die Gase in der Zigarre zu aktivieren.

Dann pustet man in die Zigarre hinein, bis sich am Kopfende ein keines blaues Flämmchen bildet. Eben dort entweichen die Gase und verbrennen beim Kontakt mit der Feuerquelle. Nach einiger Zeit sollte das Flämmchen von selbst erlöschen. Sollte die Zigarre Feuer fangen, pustet man sie kurz aus.

Degasieren oder nicht?

Nach der Anwendung dieses Verfahrens schmeckt die Zigarre wieder beinahe wie zu Beginn. Ob dieses Verfahren allerdings empfehlenswert ist und, ob man es bei dem Auftauchen der geringsten Bitterkeit anwenden sollte, muss jeder Raucher letztlich für sich selbst entscheiden. Versierte Aficionados werden solche Tricks nicht brauchen, da sie Zigarren so rauchen, dass sie sich auf die richtige Art und Weise entfalten.

Für Einsteiger in die Welt der Zigarren kann das Degasieren jedoch zu Beginn empfehlenswert sein, um den möglicherweise falsch unternommenen Smoke zwischendurch zu korrigieren.

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