Was ist Stärke?

Neben der Farbe, bei der man sieben verschiedene Grundfarben unterscheidet, ist die Stärke ein wichtiges Kriterium zur Unterscheidung von Zigarren. Nicht immer hängt die Farbe einer Zigarre direkt mit ihrer Stärke zusammen. Jedoch sind helle Zigarren meist leichter als dunkle. Im Zigarrengeschäft wird man häufig gefragt, ob es eine leichte oder eine kräftige Zigarre sein soll. Mit der Intensität der Aromen hat die Stärke einer Zigarre allerdings nichts zu tun. Besonders helle Zigarren kommen typischerweise aus der Dominikanischen Republik, während Kuba für eher dunkle Zigarren bekannt ist.

Herkunft und Fermentation

Einen besonderen Einfluss auf die Stärke haben einerseits die Herkunft der Tabake und andererseits der Grad der Fermentation. Tabake aus Indonesien, also aus Java und Sumatra gelten als besonders mild und leicht. Kubanische Tabake hingegen sind besonders gehaltvoll und in der Regel wesentlich stärker.

 

Die Fermentation der Tabake beginnt nach der Trocknung der Tabakblätter und dauert zwischen 1 – 9 Monate. Während dieses chemischen Umwandlungsprozesses werden Eiweiße, Chlorophyll, Kohlenhydrate und Ammoniak abgebaut. Der Nikotingehalt sinkt während der Fermentation und die in den Blättern enthaltene Stärke wird in Zucker umgewandelt. Die Temperatur während der Fermentation sollte sich auf 40 Grad Celsius belaufen.

Stärkeskala von Habanos S.A.

Eine Stärkeskala, die sich auf kubanische Zigarren bezieht, wird von Habanos S.A.  wie folgt eingeteilt: Stark, mittel bis stark, mittel, leicht bis mittel und leicht. Um eine Vorstellung davon zu haben, welche Zigarren in Kuba als leicht und welche als stark gelten, hier ein paar Markennamen. Als stark werden Zigarren der Marken Bolivar, Partagas, Ramon Allones, Saint Luis Rey und Vegueros klassifiziert. Als leicht gelten hingegen Marken wie Fonseca, Hoyo de Monterrey, Quai d´Orsay und Rafael Gonzalez.

 

Eine in Deutschland übliche Unterscheidung ist folgende: Sanft, sanft-medium, medium, medium-stark und stark.