Was ist ein Kamerun Deckblatt?

Kamerun ist bekanntlich ein Land im Westen Afrikas. Es grenzt an sechs weitere afrikanische Länder und liegt an der Küste des Atlantischen Ozeans. Das Klima dieser Region ist tropisch und sehr teilweise extrem regenreich. Neben dem Anbau von Tabak, ist Kamerun für den Abbau von Rohstoffen wie Erdöl, Gold und Diamanten bekannt. 1868 wurde die heute unter dem Namen Kamerun bekannte Region zu deutschem Schutzgebiet, also zur deutschen Kolonie erklärt. Die Kolonialisierung des Landes durch die Deutschen endete mit dem Ersten Weltkrieg.

Deutsche Kolonialtradition

Außer den Deutschen, waren auch Großbritannien und Frankreich an der Kolonialisierung des Landes beteiligt. Der Tabakanbau in Kamerun ist vermutlich auf deutsche Kolonialherren zurückzuführen und besteht bis heute mit zunehmendem Erfolg fort. Deckblätter aus Kamerun zählen neben denen aus Connecticut und Sumatra zu den feinsten und besten der Welt. Der entsprechende Tabak stammt vom Fuße des Kamerunberges, einem aktiven 4000 Meter hohen Vulkan. Die Westseite des Berges gehört zu den niederschlagsreichsten Gebieten der Erde.

Hervorragende Eigenschaften für die Verwendung als Deckblatt

Kamerundeckblätter zeichnen sich durch eine ausgezeichnete Glimmfähigkeit aus. Sie sind dabei geschmeidig, grünlich braun bis braun und überzeugen durch eine feine Aschebildung. Je nach Anbauweise können Kamerun Deckblätter aber auch schwer und ölig ausfallen. Kamerun Deckblätter sind sehr dünn und lassen sich daher gut verarbeiten. Geschmacklich tendieren sie zu einer aromareichen Würze. Genau wie Connecticut Deckblätter, werden Kamerun Deckblätter auch außerhalb des namensgebenden Landes angebaut. Zum Beispiel in Ecuador.

Cameroon Zigarren

Zu den Herstellern, die auf Deckblätter aus Kamerun setzen, gehören namenhafte Marken wie Arturo Fuente, Oliva und NUB. Einige Zigarrenmarken wie CAO betonen mit eigenständigen Cameroon Serien den Einsatz des gefragten Deckblatts.