Was ist ein Pressstock?

Der Pressstock kommt nach dem Drehen der Zigarre zum Einsatz. Ist der Torcedor mit seiner Arbeit fertig, wird die Zigarre für etwa eine viertel Stunde in einem Pressstock aufbewahrt, um eine möglichst gleichmäßige Form anzunehmen. Für jedes Format gibt es einen entsprechenden Pressstock.

Pressstöcke zu Präsentationszwecken

Nicht selten dienen alte Pressstöcke zur stilechten Präsentation von Zigarren. So zum Beispiel auf Marketing Touren der jeweiligen Hersteller. Die Marke Alec Bradley beispielsweise präsentierte ihr Portfolio bei einer sogenannten Road Tour in abgegriffenen und speckigen Pressstöcken aus Holz. Darin kommen die Zigarren besonders gut zur Geltung und bleiben zusätzlich in Form.

Auch Cohibas sind nicht ganz Hecho a mano

Auch handgefertigte Zigarren wie Cohibas werden nach dem Rollen kurz in den Pressstock geklemmt, um akkurat in die genormten Zigarrenkisten zu passen. Man kann sich leicht vorstellen, wie schwierig es sein muss, perfekte Zigarren eines Formats wie Churchill oder gar Doppelfigurados, wie diejenigen des Formats Diademas, von Hand in eine genormt gleichmäßige Form zu bringen.

Kritik an der Verwendung von Pressstöcken

Hin und wieder kommt die Verwendung von Pressstöcken in die Kritik, weil sich die Rauchkanäle der Zigarren durch die maschinelle Pressung verengen können. Die gelegentlich daraus resultierenden Unregelmäßigkeiten im Zugverhalten von Zigarren müssen jedoch als Preis für die genormte Form in Kauf genommen werden.

Hand pressed bunched rolled

Einige Hersteller reagieren auf diese Kritik und greifen auf das sogenannte Hand pressed bunched rolled (HPBR) Verfahren zurück. Zigarren mit dieser Bezeichnung, wie zum Beispiel die Dannemann Artist Line HPBR, werden ohne die Verwendung von Pressstöcken gerollt. Die Bezeichnung Hand pressed bunched rolled besagt in diesem Zusammenhang, dass die Zigarre wirklich! ausschließlich per Hand gefertigt, also gepresst, gerollt und gebunden wurde.

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