Was ist ein Tabakwurm?

Beim Begriff "Würmer" denken viele Leute an Regenwürmer oder Bandwürmer. Doch was ist eigentlich ein Tabakwurm? Wie sieht er aus und wo fühlt er sich am wohlsten? Jahr für Jahr versuchen Tabakanbauer, Zigarrenfreunde und Zigarettenhersteller diesem Schädling das Handwerk zu legen. Doch dies ist nicht so einfach, wie man glaubt. 
 

Die Tabakindustrie fürchtet die aggressive Larve 

Eigentlich ist der sogenannte Tabakwurm die Larve eines Käfers, der in der Tat der gefürchtetste Schädling in der Zigaretten- und Zigarrenherstellung ist. Dieser Käfer ernährt sich vom Tabak und legt seine Eier in diesen hinein. Ist eine Zigarre oder Zigarette einmal von diesem Schädling befallen, wird sie unbrauchbar. Dieser Käfer sorgt Jahr für Jahr dafür, dass eine große Anzahl an Tabak entsorgt werden muss und die Tabakindustrie Schaden leidet.
 

Die Larve frisst ohne Pause stetig weiter 

Der Tabakkäfer gehört zur Art der Nagekäfer, das bedeutet, dass er sich in die Tabakpflanze hineinfrisst, einnistet und dort vermehrt. Er hat eine Größe von ungefähr vier bis fünf Millimeter, eine hellbraune Farbe und eine Behaarung, welche einem Fell ähnelt. Seine Hauptnahrungsquelle ist der Tabak, aber auch Gewürze und Nüsse sind manchmal von ihm befallen. Die Larven, die auch Tabakwürmer genannt werden, schlüpfen im eingenisteten Tabak und wachsen dort heran, ernähren sich und scheiden Kot aus. Diese Larven sind extrem hartnäckig und nicht leicht auszurotten. Sie zeigen einen starken Überlebensdrang und fressen, bis zur Entwicklung zum Käfer, stetig weiter. Diese Entwicklung dauert in der Regel zwei Monate. Dann ist der Tabakkäfer geschlechtsreif und verbreitet sich weiter. 
 

Einmal eingenistet wird man den Wurm nur selten los 

Auch das Ausmerzen mit UV-Licht, Einfrieren und die Behandlung mit anderen Mitteln bringt oftmals keinen Erfolg. Diese winzigen Larven zeigen häufig eine große Resistenz gegen äußere Einwirkungen und Bekämpfungen. Von daher ist es wichtig, schon vorher die Tabakpflanze vor dem weiblichen Tabakkäfer zu schützen, damit es erst garnicht zur Einnistung und Verbreitung kommt.