Was ist ein Trockenschuppen?

Der Trocknungsprozess von Zigarren nennt sich Curado. Zeit ist besonders wichtig für die korrekte Trocknung von Tabakblättern. Je langsamer die Trocknung von statten geht, desto besser. Nach der Ernte werden die noch grünen Blätter in speziellen Trockenschuppen gebracht, wo sie an speziellen Garnen aufgehängt werden. Wichtig ist dabei, dass die Blätter nicht zu dicht bei einander hängen, da sonst die Gefahr von Schimmelbildung und Verrottung besteht.

Der vorsichtige Umgang mit den empfindlichen Blättern

Der Transport auf Schubkarren verhindert die Beschädigung der Blätter, die beim Transport mit den Händen eintreten könnte. Die noch grünen Blätter werden auf Schnüre gefädelt und der Luft zur Trocknung ausgesetzt. Die Garne, an denen die Tabakblätter aufgehängt werden, sind geflochten und verhindern, dass die Blätter einreißen. Neben dem Einfluss der Luft, spielt die Sonne auch eine gewisse Rolle beim Trocknungsprozess. Durch aufklappbare Luken an der Außenseite des Schuppens dringt außer frischer Luft auch Sonnenlicht ein und trägt zur Färbung der Blätter bei.

Chemische Umwandlungsprozesse

Beim Trocknungsprozess entweicht Wasser aus den Tabakblättern und die chemische Umwandlung der in den frischen Blättern enthaltenen Stoffe setzt ein. Bei den Umwandlungsprozessen, die während des Welkens der Blätter stattfinden, muss die Luftfeuchtigkeit im Trockenschuppen streng kontrolliert werden, um eine regelmäßige Trocknung zu gewährleisten.

 

Im Laufe der etwa sechswöchigen Trocknungszeit kehrt sich das Verhältnis von Wasser zu Feststoffen um. Aus 90 Prozent Wasser und 10 Prozent Feststoffen werden 10 Prozent Wasser und 90 Prozent Feststoffe. Bei den entsprechenden Umwandlungsprozessen werden pflanzeneigene Stoffe wie Zucker, Stärke und Eiweiß abgebaut. Wichtig ist, dass diese Prozesse innerhalb einer lebendigen Zellstruktur stattfinden, um zu garantieren, dass sich die erwünschten Aromastoffe entfalten können.