Was ist ein Wrapper?

Wrapper ist ein englisches Wort und bedeutet im Zusammenhang mit der Zigarrenherstellung ganz einfach: Deckblatt. Die Dreiteilung der Zigarre in Einlage, Umblatt und Deckblatt lautet auf Englisch: Filler, binder und wrapper.

Helle und dunkle Wrapper

Der Einfluss des Wrappers auf den Geschmack wird unterschiedlich bewertet. Klar ist, dass das Deckblatt für den optischen Genuss einer Zigarre unverzichtbar ist. Wie die Kleidung bei einem Menschen, gibt der Wrapper Auskunft über die inneren Eigenschaften einer Zigarre. Zumindest vordergründig. Dabei kann man sich, genau wie bei Menschen, täuschen – Eine dunkle Zigarre ist nicht zwingend kräftig und gehaltvoll, eine helle nicht unbedingt mild und cremig.

Farbe und Struktur der Wrapper

Neben der Farbe ist die Struktur eines Wrappers aufschlussreich. Die Farben von Wrappern reichen von Doble Claro zu Oscuro. Also von sehr hell bis sehr dunkel. Entscheidend für die Farbe sind der Reifegrad der Tabakblätter und die Anbauweise. Tabaco tapado oder auch Connecticut Shade, also abgedeckt gezogener Tabak, ist in der Regel heller als Broadleaf Tabak, der während der gesamten Wachstumsphase dem Sonnenlicht und der Sonnenwärme ausgesetzt ist. Je mehr Sonnenlicht das Tabakblatt aufnimmt, desto mehr Zucker entsteht, was sich wiederum im Spektrum der Aromen des Tabaks niederschlägt.

Schöne Wrapper

Als besonders schön und gut gemacht wird das geübte Auge eines Connaisseurs diejenigen Wrapper einschätzen, die sowohl farblich als auch strukturell regelmäßig, feinädrig und fein schimmernd oder auch speckig glänzend in Erscheinung treten. Aber auch top-geratete Zigarren können Deckblätter haben, die minderwertig, weil grobädrig, wirken. Und auch ein perfektes Deckblatt kann eine langweilige und schlecht konstruierte Zigarre verbergen.