Was sind Lithographien?

Der Begriff Lithographie leitet sich von den griechischen Wörtern „lithos“ und „graphein“ ab – Stein und Schreiben. Bei der Lithographie handelt es sich um das älteste Flachdruckverfahren. Erfunden wurde es 1798 von dem Deutschen Alois Senefelder. Im 19. Jahrhundert gehörte die Lithographie, oder auch Steindruck, zu den am weitesten verbreiteten Druckverfahren. Auch die einzelnen Schmuckelemente der Zigarrenkiste und der Zigarrenring wurden mit aufwändigen Lithographien versehen. Besonders bekannt sind die Lithographien von Henri Toulouse Lautrec.

Bunte Zigarrenkisten

Der holländische Händler Gustavo Bock war der erste, der seine Zigarren etwa 1850 mit einem Zigarrenring versehen ließ. Mit der Zeit wurden die Ringe immer aufwändiger gestaltet. Im Zuge dieser Entwicklung wurde auch die Zigarrenkiste immer bunter und auffälliger gestaltet. Der typische Look von Zigarrenkisten, wie wir sie noch heute von Marken wie Romeo y Julieta oder Partagas kennen, stammt aus der Zeit, in der die Lithographie auf dem Höhepunkt ihrer Verbreitung stand. Heute ist die Lithographie vom wirtschaftlicheren Offset Druck verdrängt und findet sich nur noch im Bereich künstlerischer Produktion.

Das lithographische Verfahren

Die Lithographie war seinerzeit das einzige Druckverfahren, das größere Auflagen farbiger Drucke ermöglichte und somit für wirtschaftliche Zwecke geeignet war. Beim Lithographieren wird ein feuchter Stein mit fetthaltiger Farbe eingewalzt. Vorher kann beispielsweise eine Ansicht Havannas darauf angebracht werden. Da die fettige Farbe vom Wasser abgestoßen wird, jedoch an der aufgerauten Oberfläche der Zeichnung haften bleibt, kann sie mittels einer Steindruckpresse auf spezielles Papier übertragen werden. Zur Anbringung der Zeichnung stehen dem Lithographen verschiedene Techniken zur Verfügung. Wichtig ist, dass man die Zeichnung spiegelverkehrt anbringt.