Was sind Zigarren?

Für den Liebhaber gibt es auf diese Frage natürlich eine ganz einfache Antwort: Zigarren sind ein Hochgenuss! Viele Werke der Literatur und der Filmkunst zeugen von der Wertschätzung des Zigarrerauchens. Die Zigarre ist ein Kulturgut. Aber natürlich gibt es auch genauere Antworten:
 

Die Herstellung von Zigarren

Eine Zigarre besteht ausschließlich aus Tabakblättern. Anders als bei Zigaretten wird auch kein Papier für das Deckblatt verwendet. Schon der Tabakanbau selbst ist Teil der Zigarrenkunst. Bodenbeschaffenheit und Klima des Anbaugebietes tragen (wie beim Wein) entscheidend zum späteren Geschmack der Zigarre bei. Als besonders hochwertig gilt der Tabak aus Kuba, aber auch aus Brasilien oder der dominikanischen Republik wird hohe Qualität geliefert. Nach der Ernte werden die Tabakblätter aufwendig getrocknet und fermentiert.
 
Bei diesem Vorgang werden die besonderen Aromen der jeweiligen Zigarre ausgebaut. Erfahrene Fachleute sortieren anschließend die Blätter von Hand. Nur die besten finden für eine hochwertige Zigarre Verwendung. Die zweite Wahl wird später zerschnitten oder gehäckselt und für Zigarillos oder Zigaretten verwendet. Auch manche Zigarre (sogenannte short filler) erhält ein Innenleben aus diesem geschnittenen Tabak. Die höherwertigen Zigarren haben jedoch eine Einlage aus gerollten Tabakblättern (sogenannte long filler).
 
Im besten Fall geschieht das Rollen auch durch Handarbeit. Dabei achten die Facharbeiter sorgfältig darauf, dass die Einlage kleine Kanäle bildet, durch die der Rauch gut ziehen kann. Am Ende wird ein besonders schönes Tabakblatt als Deckblatt um die Zigarre gewickelt. Am vorderen Ende erfolgt ein Schnitt, damit die Zigarre dort entzündet werden kann. Das hintere Ende schneidet sich der Raucher groß- oder kleinflächiger selbst ab und bestimmt damit seine bevorzugte Art des Zuges seiner Zigarre.
 

Von Cigarren zu Zigarren

Das Wort wurde früher Cigarre geschrieben, entsprechend dem spanischen Cigarro. Woher es stammt, ist immer noch nicht ganz geklärt. Die Meinungen gehen zum einen zu einem Wort der Maya "zicar" für Rauchen oder wegen der länglichen Form zum spanischen Wort "Cigarra" für Zikade. Seit 1902 werden die Cigarren in Deutschland amtlich mit Z geschrieben. Aber auch heute ist die Schreibung mit C noch im Handel und in der Werbung in Gebrauch.
 
Zigarren (oder Cigarren) ähnlich des heute ausgereiften Produktes wurden erstmals im 18. Jahrhundert durch britische Seeleute in die nordamerikanischen Kolonien gebracht, wo alsbald vermehrt Tabak angebaut wurde. Während des 19. Jahrhunderts verbreitete sich das Zigarrerauchen dann in Europa. Auch in Deutschland gab es seit dieser Zeit Tabakanbau in den Ländern Baden und Preußen. Der Siegeszug dieses unvergleichlichen Raucherlebnisses war bis heute nicht aufzuhalten, obwohl die Gesetzgebung das Rauchen von Zigarren und Zigarillos immer komplizierter macht.
 
starkezigarren.de