Wer ist Simon Bolivar?

Simon Bolivar ist die zentrale Figur der südamerikanischen Unabhängigkeitsbewegung. „El Libertador“, der Befreier wurde 1830 in Caracas, damals Neugranada als Sohn wohlhabender kreolischer Eltern geboren. Die Familie besaß als Großgrundbesitzer Kakaoplantagen, auf denen Sklaven arbeiteten. Dank seiner privilegierten Herkunft genoss Bolivar eine hervorragende Bildung und lernte den europäischen Kontinent kennen.

Bildung und Reisen in Europa

In Spanien, wo er studierte und seine erste Frau María Teresa Rodríguez del Toro y Alaysa kennenlernte und heiratete, verbrachte er einen großen Teil seines Lebens. Für das radikale Unabhängigkeitsdenken und die Ideale des Humanismus und der Humanität entscheidend, war auch der Entschluss, sich in Spanien dem Bund der Freimaurer anzuschließen.

Napoleon als Vorbild

Beeindruckt von der Politik Napoleon Bonapartes, kehrte Simon Bolivar 1807 nach Venezuela zurück. Dort schloss er sich der wachsenden Unabhängigkeitsbewegung der spanischen Kolonien an und wurde zu einem ihrer wichtigsten Anführer. Von Caracas aus, das er gemeinsam mit einer Militärjunta eroberte, verkündete man zum ersten Mal die Selbstverwaltung Venezuelas. Im Laufe des Unabhängigkeitskriegs wurden aber auch entscheidende Schlachten verloren. Auf die sukzessive Zurückdrängung der spanischen Kolonialherren, folgte zunächst die Gründung Großkolumbiens, eines Staates, der sich aus den eroberten Provinzen Ecuador, Venezuela und Neugranada zusammensetzte.

General Sucre und die Unabhängigkeit von Spanien

Bolivar verbündete sich mit dem argentinischen Generals José de San Martin, der den Unabhängigkeitskrieg in Argentinien und Chile führte. Mithilfe des Generals Antonio José de Sucre gelang es schließlich in der Schlacht bei Ayacucho (in Abwesenheit Bolivars) im heutigen Peru die Spanier aus Südamerika zu  verdrängen. Die Republik Bolivien wurde zu Ehren des Freiheitskämpfers nach Simon Bolivar benannt.

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