Wer sind Exilkubaner?

Die Flucht aus Kuba hat gewissermaßen Tradition. Bereits während des kubanischen Unabhängigkeitskrieges gegen die spanischen Besatzer (1868 – 1898) flohen Kubaner von Kuba aus in die relativ nahgelegenen USA, vor allem nach Miami. Später, während der Diktaturen Gerardo Machados (1925 – 1933) und Fulgencio Batistas (1952- 1959), flohen viele Kubaner aus politischen Gründen und unterstützten den Kampf gegen die imperialistische Diktatur aus dem Exil. Darunter auch Fidel und Raúl Castro, deren Aktivitäten bekanntlich erfolgreich mit der Kubanischen Revolution endeten.

Nach der Kubanischen Revolution

Nach der Kubanischen Revolution flohen Kubaner dann erneut, diesmal vor allem, um drohenden Enteignungen durch die revolutionäre Regierung zu entgehen. Unter den Exilanten dieser Fluchtphase befanden sich besonders viele Großgrundbesitzer und kubanische Industrielle, die im Zigarrengeschäft mitmischten. Mit der Emigration dieser Zigarrenspezialisten wanderte auch ein Teil des kubanischen Zigarren Know-Hows in Länder aus, deren Klima sich zum Anbau von Tabak eignete. Beispielsweise Nicaragua, Honduras oder die Dominikanische Republik.

Raíces Cubanos

Einige der bekanntesten Zigarrenmarken nichtkubanischer Herkunft gehen auf die Initiative kubanischer Exilanten zurück. Teilweise erinnern die Namen der Fabriken an diese Tatsache. So heißt eine bekannte Zigarrenfabrik in Danlí, Honduras beispielsweise Raíces Cubanos. Die Familie der Besitzer stammt, wie der Name bereits erahnen lässt, aus Kuba. Die meisten international bekannten Zigarrengrößen wie Arturo Fuente, AJ Fernandez oder Don Pepin Garcia, deren Namen gleichzeitig für herausragende nichtkubanische Zigarrenmarken stehen, kommen ursprünglich aus Kuba. Nicht selten haben die Unternehmungen der Exilkubaner ihren Sitz in Miami, wie im Fall von Don Pepin.

Der Einfall in der Schweinebucht 1961

Die stärkste lobbyistische Bewegung gegen das Castro Regime auf Kuba geht dementsprechend von Miami aus. Exilkubaner gründeten hier Organisationen und Interessensvertretungen, die sich für eine Absetzung Castros und für die wirtschaftliche Öffnung Kubas einsetzten. Teilweise auch in Form terroristischer Aktivitäten, die häufig direkt von der CIA unterstützt wurden. Bekanntester Fall einer solchen Initiative war der Einfall in der Schweinbucht der Brigade 2506 unter der Führung der CIA 1961.

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