Wofür steht Havanna?

Villa San Cristóbal de la Habana, so der eigentliche Name der Hauptstadt und mit etwa 2,1 Millionen Einwohnern größten Stadt Kubas. Gegründet wurde Havanna 1519 auf Geheiß des spanischen Königs und des deutschen Kaisers Karl V. Der Name der Stadt bezieht sich auf den Stadtpatron San Cristóbal und auf die Taíno-Siedlung, die sich vorher an dieser Stelle befunden hat. Der Name Habana soll auf den Taíno-Häuptling Habaguanex zurückgehen. Havanna ist heute mit etwa 1,5 Millionen Besuchern jährlich auch das touristische Zentrum Kubas.

Spanische Kolonie

Wie der spanische Name der Stadt bereits ahnen lässt, war Havanna lange Zeit spanische Kolonie. Aber auch die Briten besetzten Havanna im 18. Jahrhundert. Während der spanischen Kolonialzeit galt Havanna als das Tor zur Neuen Welt und florierte dementsprechend kulturell und wirtschaftlich, was zur Folge hatte, dass die Stadt immer wieder von Piraten und Korsaren heimgesucht und geplündert wurde.

Paris der Antillen

Im 19. Jahrhundert galt Havanna als Paris der Antillen. Berühmte Schauspieler und Opernsänger traten in den neu entstandenen Prachtsälen der Hauptstadt auf und eine erstarkende Mittel- und Oberschicht bereicherte die Stadt um repräsentative Villen, die noch heute die mittlerweile zum Weltkulturerbe erklärten Altstadt Havannas, La Habana Vieja, schmücken. In den Goldenen Zwanzigern wurden in Havanna zahlreiche Casinos und Vergnügungslokale eröffnet. Auch Mafiosi wie Meyer Lansky aus den nahgelegenen USA mischten in den Geschäften mit.

Fidel Castro

1959, als Fidel Castro und seine Guerillasoldaten Kuba vom Diktator Batista und dem Imperialismus befreiten, änderten sich die Zeiten wieder. Mit einer Regierungszeit von 49 Jahren, gehört Fidel Castro, abgesehen von Monarchen, zum am längsten amtierenden Staatsoberhaupt des 20. Und 21. Jahrhunderts. Die Politik der Kommunistischen Partei und vor allem das ab 1960 einsetzende Embargo der USA gegen Kuba veränderten das Leben der Bewohner Havannas nachhaltig.

 

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