Alec Bradley Post Embargo Logo

Alec Bradley Post Embargo Zigarren

Wir waren ziemlich erstaunt, als wir in Nicaragua in Estelí zum ersten Mal auf die Alec Bradley Post Embargo gestoßen sind. Thorsten Wolfertz, der Europa-Importeur für Alec Bradley Zigarren hatte sie den Berliner Teilnehmern der 2016er-Nicaragua-Reise bereits in Miami gereicht, als er dort auf die Truppe stößt. Der Geschäftsführer selbst kam nicht aus Berlin, sondern aus der Dominikanischen Republik angereist, wo er mehrere wichtige Geschäftspartner traf.

Nun stellt er uns also eine Zigarre vor, die es in Europa noch nicht einmal zu kaufen gibt. Das Post Embargo Thema trifft allerdings nicht nur Kuba und die USA: Sobald sich Kuba den internationalen Investoren öffnet, wird sich das karibische Land schnell verändern.

Alec Bradley Post Embargo

Alec Bradley Post Embargo

Der deutsche Zigarrenraucher wird es wohl oder übel zu spüren bekommen, vor allem, wenn er gerne kubanische Zigarren raucht. Und am Urlauber, der seine Ferien gerne auf Kuba verbringt, wird es ebenfalls große Veränderungen bedeuten. Man muss an dieser Stelle eine Sache berücksichtigen: Dieser Prozess wird sich nicht von heute auf morgen vollziehen. Seit der Ankündigung des neuen Zeitalters ist auf Kuba bisher nicht viel passiert.

Die Alec Bradley Post Embargo steht für die Zeit nach dem Handelsembargo

Keine Frage, die Alec Bradley Post Embargo steht für die Zeit nach dem Handelsembargo. Es verwundert nicht, dass eine nicaraguanische Marke diese Zigarre auf den Markt bringt, stehen doch auch hier Exilkubaner wie Ralph Montero hinter dem Hersteller.

Wir werden uns nun ansehen, was die Zigarren können. Die Optik ist 1A: Die Robusto ist boxpressed, trägt ein glattes Colorado-Deckblatt und eine wunderschöne Bauchbinde mit den Nationalfahnen Kubas und den USA verbunden durch das Alec Bradley Logo. Die Farbgestaltung kann man als nostalgisch beschreiben, durchaus anders und hierfür sehr passend, wie wir finden.

Alec Bradley Post Embargo in Estelí

Alec Bradley Post Embargo in Estelí

Die Zigarren im Test

1. Drittel
Der mittelkräftige Start präsentiert sich sofort vielschichtig mit Kaffeeröstaromen, Brotnoten und einer Spur Pfeffer. Holz ist ebenfalls mit von der Partie und vielleicht schwingt auch etwas Leder mit. Im ersten Drittel zeigt sich die Zigarre ansonsten mit brotigen und leicht bitteren Noten. Zugverhalten und Abbrand sind zunächst nicht zu beanstanden.

2. Drittel
Bevor es ins zweite Drittel geht, wird erst einmal abgeascht. Danach bildet sich leichter Tunnelbrand, was aber an dem (bescheidenen) Zigarrenaschenbecher hier im Hotel los Arcos liegt, denn die Zigarre liegt mit dem Rauchende nach unten im Aschenbecher und das tut ihr nicht gut. Was passiert nach dem erneuten Anglühen? Es geht geschmacklich sehr konstant weiter, was etwas enttäuschend ist:

Alec Bradley Post Embargo Zigarre

Alec Bradley Post Embargo Zigarre

Brotaromen, ein wenig Pfeffer und auch Leder machen die Die Alec Bradley Post Embargo nun aus. Dann, ab der Mitte kommt etwas Kaffee ins Spiel und eine Spur von Zitrusfrucht. Die Kraft zieht an und die Zigarre präsentiert sich von einer neuen Seite. Erde ist mit dabei und verbindet sich mit Bitterschokolade verbindet zu vollmundigen Mix an mittelkräftigen Aromen.

3. Drittel
Es ist an der Zeit die schöne Banderole abzunehmen. Sehr schokoladig geht es nun dem Ende entgegen. Es ist nicht nur Bitterschokolade, sondern auch Milchschokolade, die sich nun zusammen ein sehr angenehmes Stelldichein ergeben. Ganz bewusst asche ich nun nicht ab, um die Ausgewogenheit beizubehalten.

 

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