Auf zur ersten Intertabac seit vier Jahren! Der Ausfall der Messe durch Corona und danach das Fernbleiben wichtiger Zigarrenimporteure hat StarkeZigarren zu dieser langen Auszeit gebracht. Doch im Jahr 2023 starten wir wieder durch und wollen sehen, was es in der Welt der Zigarren und des Tabaks Neues gibt. Gleich als Viererteam sind wir dieses Mal unterwegs.
Ziele sind neue Kontakte, besonders nach Indonesien zu knüpfen, neue Zigarren zu entdecken und alte Kontakte aufzufrischen. StarkeZigarren möchte sich um neue Zigarren Accessoires wie Cutter, Feuerzeuge und Humidor kümmern. Der französischen Edelmarke S.T. Dupont soll ein Besuch abgestattet werden und wir möchten erleben, wie die neue Marke Mara Cigars bei anderen Einzelhändlern ankommt. Am Freitag werden wir zudem von Smokersnews interviewt.
Angekommen im Getümmel
Und dann geht`s los! Wir starten bei Oliva Zigarren und dort ist man mächtig überfordert. So gehen wir schnell weiter zu Kleinlagel aus Bruchsal in Süddeutschland. Der Empfang bei Martina und Klaus ist wie immer sehr herzlich und der Messestand ist mit den vielen Marken über die Jahre stark gewachsen. Hier tümmeln sich Marken wie Casdagli, Karen Berger, Principle Cigars, Gurkha, West Tampa, Black Label Trading Company, Kristoff und viele andere.

StarkeZigarren widmet sich heute Casdagli und wir probieren eine Neuheit, die Casdagli Blücher. Die Zigarre ist nach dem preußischer Generalfeldmarschall (1742-1819) Blücher benannt und schnell wird klar: Bei Jeremy Casdagli (siehe Casdagli Zigarren) dreht sich alles um alte Geschichten, die häufig mit seiner Familienhistorie zu tun haben. Genau blicken wir bei den unzähligen Serien nicht durch, aber der Rauchgenuss zeigt sich sehr angenehm mit einer leicht süßen Nuance, Leder, Holz und Spuren von Kakao. Später kommen erste Bitternoten (Mandeln) hinzu und im letzten Drittel offenbaren sich Eindrücke von Marzipan. Ansonsten dominieren eher klassische Tabaknoten.
Auf nach Indonesien!
Danach geht es direkt nach Indonesien. Sonny Suciawan stellt uns am Messestand des indonesischen Herstellers Besuki Raya seine Kontakte vor. Die Herrschaften sind unglaublich nett und hilfsbereit und freuen sich über unseren Besuch. Sonny spricht indonesisch (was sich sehr lustig anhört) und besorgt StarkeZigarren die notwendigen Muster. Wir entdecken auch Chone Zigarren.

Besonders ins Auge fällt die Chone Java Treasure Zigarre mit ihrem riesigen Flagtail. Das Flagtail ist fast genauso groß wie die restliche Zigarre! Nach dem Anzünden entsteht ein rustikaler, erdiger und pfeffriger erster Eindruck von der indonesischen Zigarre. Dann entwickelt sich ein feiner Genuss mit durchaus spezieller Aromatik. Würzig-süß geht es weiter. Die Zigarre wird dann mild und legt damit einen riesigen Wandel hin. Im letzten Drittel zieht die Kraft wieder an und die Würze kommt zurück. Mit längerem Aschestand wird die Zigarre wieder ausgewogener. Das Deckblatt verdient besondere Beachtung, denn es ist das erste indonesische Maduro Deckblatt, das wir bis dato gesehen und geraucht haben.
Danach probieren wir noch die Rojo Blanco Panatella mit Bundesadler auf der Bauchbinde und das war es dann auch schon mit den Indonesiern. Wir müssen weiter, viel zu viel wartet noch auf uns.
Besuch bei S.T. Dupont und Enttäuschung bei Arturo Fuente
Die französische Luxusmarke S.T. Dupont begeistert uns mit großartigen neuen Design. Alles glitzert und brilliert auf dem kleinen Messestand. So schöne Feuerzeuge hatte die Marke noch nie. Herr Werker zeigt uns ein besonderes Modell für 46.000 Euro. Leider fehlt uns das nötige Kleingeld dafür.
Danach erleben wir Arroganz pur bei Arturo Fuente und Carrillo. Bei E.P. Carrillo fragen wir nach Muster der neuen Short Run Zigarren (diese sind im Angebot) und erhalten Muster der Serien Pledge und Encore. „Die Encore schmeckt ähnlich“ erklärt man mir lustlos, die solle ich statt der Short Run probieren. Wie peinlich und unprofessionell! Zuerst wollte man mir die Encore als Short Run verkaufen. Kaum zu glauben!

Kopp Tobaccos – den Abend ausklingen lassen
Bei der Firma, die früher Kohlhase, Kopp & Co. GmbH & Co. KG (Rellingen bei Hamburg) hieß, lassen wir den Abend gemütlich ausklingen. Wir sind mittlerweile seit 12 Stunden unterwegs und jetzt kann das Team zum ersten Mal etwas durchatmen. Der Messestand ist gigantisch, ganz klar die Nummer 1 hier. Alles was Rang und Namen ist hier versammelt: Arturo Fuente, Padrón, Rocky Patel, Flor de Selva, Santa Damiana usw.
Hier genießen wir schließlich die beste Zigarre des Tages: Aganorsa Leaf Connecticut Toro. Die cremige boxpressed Connecticut Zigarre bringt neben der angenehmen Cremigkeit gleich relativ viel Kraft und vollmundige Kaffeearomen mit sich. Spuren von Vanille tauchen später auf. Der Abbrand des hochwertigen Longfillers erfolgt sehr langsam. Viel mehr lässt sich bei der letzten Zigarre des Tages nicht mehr sagen. So ein Ausklang kann sich jedenfalls sehen lassen. Daran wollen wir morgen an Messetag 2 unbedingt anknüpfen.
Hier geht es zum Bericht über Tag 2 auf der Intertabac 2023 – Zigarren aus Haiti und China