Zigarre rauchen tagträumen

Zigarre rauchen und Tagträumen

„Zigarre rauchen und Tagträumen“ ist zugegebenermaßen ein merkwürdiger Titel für einen Blogbeitrag über Zigarren. Doch heute geht es weniger um die Zigarre an sich. Sie ist nur ein kleines Beiwerk in einem Thema, das uns alle beschäftigt.

Es geht um Überforderung, Unterforderung, Zerstreutheit, Kreativität und um das Tagträumen. Tagträumen und Zerstreutheit sind zu Schlüsselbegriffen in neuen Studien geworden. Sie versprechen mehr Kreativität und ein gesünderes Leben. Und die Zigarre zwingt uns, diese wichtigen Auszeiten in unserem verteufelt schnellen Leben zu nehmen.

Tagträumen ist das Gegenteil von Konzentration

Viele Menschen sind viel zu häufig konzentriert. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „The restless mind“. Vielmehr ging es im Leben stets darum, Aufmerksamkeit zu verteilen. Früher diente diese Fähigkeit zum Überleben, heute dient sie der Kreativität und einem gesünderen Leben. Wer zwischendurch abschalten kann, ohne an etwas zu denken, führt ein besseres Leben.

Im Zeitalter der Aufklärung war das noch anders. Damals galt das Zerstreutsein als Teufelsding. Die Konzentration auf Bildung, Wissen und Tugendhaftigkeit musste im Vordergrund stehen. Träumer wurden mit Faulenzern gleichgesetzt. Heute weiß die Wissenschaft, dass das Verlieren der Gedanken, der Konzentration eine sehr wichtige Fähigkeit ist.

Multitasting existiert nicht

Multitasting existiert nicht, sagen die Wissenschaftler. Wir können unsere Aufmerksamkeit nicht gleichzeitig auf mehrere Dinge lenken. Wir können unsere Aufmerksamkeit nur zwischen den Dingen hin und her wandern lassen. Und das ist reine Verschwendung und sorgt sogar für Überforderung. Zerstreute Menschen sind dagegen potenziell gesünder und sogar wohlhabender meinen die Wissenschaftler.

Der Forscher Jonathan Smallwood sagt, dass „das sich Abkoppeln aus der realen Umwelt kreative Gedankengänge beflügelt“. Es beflügelt aber nicht nur die Kreativität, es sorgt auch für mehr Leistungsfähigkeit. Das bedeutet, wer sich im Hier und Jetzt verlieren kann, ist später auch wieder in der Lage sich besser zu konzentrieren.

In der Natur mit Zigarre entspannen

Wer jetzt denkt, „ab in die Zigarrenlounge und Abspannen mit einer Zigarre“, der hat diesen Artikel nicht verstanden. Denn die Zigarre dient höchstens, um sich bewusst die Zeit für die Auszeit zu nehmen. Das Tagträumen funktioniert am besten in der Natur. Zigarrenraucher dürfen sich nicht auf die Zigarre konzentrieren, ansonsten geht der Schuss nach hinten los.

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