Nach diversen Treffen mit Produzenten aus Nicaragua, Honduras, Costa Rica und Kolumbien steht für StarkeZigarren Mitte November nur noch ein Land an: Die Weiterreise in die Dominikanische Republik wirkt nach den Erfolgen in Mittelamerika wie hinfällig. Was soll in der Karibik noch Großes passieren, wenn wir schon so viele tolle Zigarren entdeckt haben? Mal sehen, was die Zigarrenreise in die Dominikanische Republik an Überraschungen bereit hält!
Von Puerto Plata nach Tamboril
Zunächst einmal geht es von San José in Costa Rica über Toronto in Kanada weiter nach Puerto Plata. Puerto Plata liegt im Norden der Dominikanischen Republik. Es ist das Touristenziel, das der Stadt Santiago de los Caballeros am nächsten liegt. In Santiago de los Caballeros konzentriert sich die dominikanische Zigarrenindustrie. Das Zentrum stellt der Stadtteil Tamboril dar.
Leider sind die wenigsten Zigarrenmanufakturen in Tamboril zugänglich. Sie liegen in Zonas Francas. Das sind zollfreie Zonen, die für den Export aus der Dominikanischen Republik bestimmt sind. Dort befinden sich zum Beispiel La Aurora Zigarren oder Blackbird Cigar Co. Fußläufig entfernt liegt das Anwesen von Francisco Almonte und seinen DBL Zigarren.
Auf dem Weg von Puerto Plata nach Tamboril kommt man durch eine Kleinstadt namens Villa Gonzalez. Hier hat Davidoff Dominicana seinen Sitz. Wer Davidoff Zigarren vor Ort bestaunen möchte, braucht mindestens einen Termin oder reist am besten mit einer organisierten Gruppe an.

Blackbird Cigar Co., DBL und De Leon Zigarren
Für Sebastian von StarkeZigarren geht es zunächst zur Blackbird Cigar Co. Blackbird Zigarren wurden von StarkeZigarren nach der Einführung im Jahr 2019 (?) sehr positiv bewertet. Jonas Santana, der Gründer, hat die Kisten im Meeting-Raum nach Farbe sortiert und erklärt das Konzept der Marke:
Bei Blackbird Zigarren ist für jeden etwas dabei. Es gibt milde Zigarren, milde bis mittelkräftige, mittelkräftige bis hin zu den kräftigen Blackbird Cuco mit Arapiraca Deckblatt aus Brasilien. Mit 1,4 Millionen Zigarren im Lager zählt Blackbird mittlerweile zu den mittelgroßen Anbietern in der Dominikanischen Republik. Markenzeichen sind die besonderen und teils seltenen Deckblätter mit denen man arbeitet.

Francisco Almonte liegt mit etwa 900.000 lagernden Zigarren etwas hinter Blackbird. Der Dominikaner hat mangels Alternativen eine Zigarrenlounge in seine Fabrik integriert. Hier wird im ersten Stock gerollt, unten fermentieren und reifen Pilones und Trojas. Heute ist Esteban von Coamsa SA zu Besuch. Der Agrarökonom und Francis arbeiten eng zusammen: Das spanische Unternehmen sorgt mit Mikroorganismen und Algen für eine Verbesserung der Bodenqualität auf den Tabakplantagen. Francisco arbeitet mittlerweile ausschließlich mit Naturdünger, berichtet er. Die Pflanzen bilden mehr kleine Wurzeln und nehmen die Nährstoffe besser auf. Der Mann hinter DBL Zigarren erzählt von neuen Projekten in Mexiko, El Salvador und Ecuador.

Sylvio Buchschatz zu Besuch in Puerto Plata
Am letzten Tag der Reise kommt Sylvio Buchschatz zu Besuch nach Puerto Plata. Der Zigarrenproduzent kommt ursprünglich aus Leipzig. Im Jahr 1999 gründete er in der Dominikanischen Republik De Leon Zigarren. Heute lebt er in Punta Cana im Süden der Insel. Dort produziert er seine Zigarren.
Diese haben Top-Bewertungen in Russland erhalten, doch der russische Markt ist dem deutschen Produzenten mit dem Ukrainekrieg weggebrochen. Seitdem gibt es keine Flüge mehr. Sylvio ist mittlerweile 62 Jahre alt und dabei das Zigarrengeschäft langsam an seine beiden Söhne zu übergeben. Seine Topseller in Deutschland sind die klassische Serie (orange Banderole) sowie die Serie „Etiqueta Negra“.
Dominikanische Zigarren von einem kleinen deutschen Produzenten – das ist mal was anderes!