Tabaklager

Zigarrenreise in die Karibik und nach Südamerika

Nach den StarkeZigarren Reisen nach Kuba, Nicaragua und Kolumbien waren im Februar 2020 Länder der Karibik und Südamerika dran. Vor der Reise haben wir uns gefragt: In welchen Ländern lassen sich noch unentdeckte Schätze heben? Was passiert eigentlich gerade in Südamerika mit Zigarren?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, planten wir Ende Januar eine Reise in die Dominikanische Republik. Danach sollte es über Ecuador, Peru und Panama weitergehen nach Honduras – immer ins Herz des Tabakanbaus und der Zigarrenherstellung.

Zigarrenrollerinnen

Dominikanische Republik als leuchtender Star

Was uns am Anfang der Reise als langweilig vorkam (die spannenden Länder folgten schließlich später) entpuppte sich am Ende als Zigarrenmekka. Und nicht nur das: Es zeigte sich, dass die Dominikanische Republik allen anderen Ländern weit voraus ist – Nicaragua vielleicht einmal abgesehen.

Die Manufakturen der Dominikanischen Republik sind bestens organisiert und können auf (fast) alle Spitzentabake dieser Welt zurückgreifen, um vor Ort tolle Zigarren herzustellen. Das ganze Land weist eine großartige Zigarrenkultur auf. Zigarre rauchen ist praktisch überall möglich, geschlossene Räume einmal ausgenommen.

Zu Gast bei Davidoff

Davidoff als No. 1 was Qualität und Konstanz angeht

Bei der Zigarrenreise hat sich beim Besuch der Davidoff Manufaktur gezeigt, warum diese Marke den meisten anderen einen Schritt voraus sind. Bei den Davidoff Zigarren wird nichts dem Zufall überlassen. Das gilt von der Zucht der Samen bis hin zum Versand der Ware.

Die Goldreserven liegen in neuen Lagerhäusern verteilt. Dort reifen die Tabakballen (pilones) über Jahre vor sich hin. Hunderte von Millionen Euro verweilen so und warten auf den Moment, an dem sie geschickt in den Blend eingebunden werden. Davidoff hat so die Möglichkeit, eine unglaubliche Konstanz bei den einzelnen Serien und Formaten zu erzeugen. Mehr dazu in einem anderen Artikel.

Was können Zigarren aus Ecuador und Peru?

Ecuador ist heute die Nummer 1 was Deckblätter angeht. Wer die besten Deckblätter der Welt herstellen kann, sollte auch Spitzenzigarren produzieren können. Doch weit gefehlt. Die Zigarrenkultur ist mit dem Abzug einiger spanischer Unternehmen untergegangen. Heute sind es Mikromanufakturen, die deren Erbe verwalten und Kleinstmengen produzieren.

Tabakfeld

Peru ist ebenfalls spitze was den Tabak angeht. Manche Dinge in der Tabacalera del Oriente erinnern sogar an Davidoff. Man verfolgt auch hier das Prinzip „from crop to shop“ mit dem Unterschied, dass man eigene Tabakfelder hat und zu 100% auf peruanischen Tabak setzt. Da die Tabacalera del Oriente bisher auf den Verkauf von Tabaken gesetzt hat, sind die Blends noch nicht wirklich stimmig – alte, gut abgelagerte Zigarren einmal ausgenommen.

Panama geht unter

Während Ecuador und Peru viel Potenzial für die Zukunft bergen, geht Panama in Sachen Zigarren unter. StarkeZigarren hat zwei mittelgroße Manufakturen bei Penonomé (liegt im Zentrum Panamas direkt an der Panamericana) besucht. Dort herrschte Katzenjammer. Angeblich sorgen neue Gesetze und hohe Steuern dafür, dass kaum noch Longfiller produziert werden.

Das Zeug, dass für den heimischen Markt gerollt wird, kann mit günstigen Zigarren wie der Jose Correa Romo (1 Euro Zigarre) nicht mithalten. Dominikanische Zigarren bleiben also führend. Mal sehen, wohin sich die südamerikanischen Länder entwickeln werden. Zum Schluss bleibt noch zu sagen: Honduras haben wir uns aufgrund der Sicherheitslage geschenkt.

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